Am 13. Dezember 2009 fand die letzte Vorstellung des Kino im Prinz-Max-Palais statt. Im Oktober 2010 wird die Kinemathek das Studio 3 der Kurbel in der Kaiserpassage als neues Kino beziehen. Bevor es soweit ist werden im dortigen Foyer und im Kinosaal umfangreiche Renovierungs- und Umbauarbeiten durchgeführt, die hier kurz skizziert sind.

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Das Studio 3 im Erdgeschoss der Kurbel existiert seit der Eröffnung des Filmtheaters im Jahr 1957. Das zukunftweisende und neuartige dieses Kinoneubaus bestand darin, dass er neben dem großen Saal für Premieren im Obergeschoss noch einen zweiten kleineren Saal hatte, der als „Studiokino“ für ambitionierte, filmkünstlerische Produktionen genutzt wurde. Damit realisierte man erstmalig ein Kinokonzept, das spätere Entwicklungen der Kinobranche vorwegnahm.

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Eingang Studio 3

Durch mehrfachen Umbau und besonders durch die Parzellierung des großen Saals ist von diesem ursprünglichen Konzept heute nur noch wenig erhalten. Ein Grundgedanke bei der Planung des Teilumbaus der Kurbel war es daher, wesentliche Elemente des ursprünglichen Zustands zu rekonstruieren und dem Gebäude seinen alten Glanz zurückzugeben.

Auch wenn das Studio 3 von allen Kinos der Kurbel seinem Originalzustand noch am nächsten kommt, wurden auch hier in der Vergangenheit starke Veränderungen vorgenommen. Der spätere Einbau einer Verkaufstheke beschnitt die Größe des Saals und eine unübersichtliche Wegführung erschwert den Zugang. Im Zuge des Umbaus soll der Saal seine ursprünglichen Ausmaße und seine Erschließung zurückerhalten. Durch den Einbau einer kleinen Treppe an der Rückwand des Saals wird es erstmals eine direkte Verbindung vom Vorführraum des Studio 3 in das Kino geben.
Der Vorführraum wird mit neuer analoger und digitaler Projektionstechnik ausgestattet, die den Anforderungen einer Kinemathek genügt und insbesondere der Vorführung älterer Film- und Tonformate gerecht wird.

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Studio 3

Um das Erscheinungsbild des Kinos am Passagenhof aufzuwerten, soll die Frontfassade einen neuen Anstrich erhalten und mit zusätzlicher Beleuchtung ausgestattet werden. Damit erhält das Gebäude die Aufmerksamkeit, die seiner Bedeutung als Lichtspieltheater für den Platz und darüber hinaus entspricht.
Mit dem Einbau eines Aufzugs ist erstmals ein barrierefreier Zugang in das Obergeschoss möglich. Dadurch ergibt sich auch eine Neugliederung der Eingangsfassade. Hinter einer Fensterverglasung in der Mitte steht der Aufzug, rechts und links davon befinden sich die Haupteingänge. Für Werbung im Außenbereich ist die Wandfläche links neben dem Haupteingang vorgesehen, die von den beiden Kinobetreibern gemeinsam genutzt wird.

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Eingangsbereich und Foyer

Über dem Haupteingang des Kinos im Obergeschoss soll ein Café entstehen, das sich über die gesamte Breite des Gebäudes erstreckt und sich mit einer durchgehenden Fensterfront zum Passagenhof öffnet. Dies soll der zentrale Begegnungsort der Kinemathek werden, der Kinobesucher einlädt zu verweilen und sich auszutauschen und zugleich Raum bietet für Workshops, Seminare und Filmgespräche.

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Café im Obergeschoss

Die hinteren Treppenräume wurden durch Umbauten in der Vergangenheit zu reinen Fluchtwegen degradiert. Sie sollen wieder für das Publikum geöffnet werden und den Aufbau des Kinos mit der im Obergeschoss gegenüber dem Erdgeschoss um 90° gedrehten Saalanordnung erlebbar machen. Dadurch wird das komplette Gebäude für die Besucher verständlich und überschaubar.
Die vorderen Treppenaufgänge sollen ihre ursprüngliche Wandbemalung erhalten, die im Zuge der Umbauvorbereitungen wieder entdeckt wurde. Geplant ist außerdem die Treppenhäuser, wie auch das obere Foyer und die Flure für zukünftige kleinere Ausstellungsprojekte tauglich zu machen.

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Wandgestaltung der Aufgangstreppen

Allgemeine Renovierungsarbeiten betreffen außerdem die Heizungsanlage, das Belüftungssystem und Schallschutzmaßnahmen. Besonders die veraltete Heizungsanlage mit ihren zu langen und energetisch ungünstigen Verbindungsleitungen muss komplett erneuert werden.